Aus der Praxis

Pfalzwerke Netz AG: GIS und SAP integriert

Pfalzwerke Netz AG: GIS und SAP integriert

GIS und SAP wirklich integriert

Sperrflächenerfassung in SAP bei der Pfalzwerke Netz

GIS für Nicht-GIS-Spezialisten – so lautet das Motto bei der Pfalzwerke Netz AG. Um die flächenmäßige Ausdehnung von Netzbauprojekten grafisch zu erfassen, hat AED-SICAD im Auftrag der Pfalzwerke Netz die Erfassung von Sperrflächen in die SAP-Oberfläche integriert. Somit ist es möglich, grafische Daten zu erfassen, wenn sie anfalle, ohne einen vollwertigen GIS Arbeitsplatz zu bemühen.

Hintergrund:

Sperrflächen definieren Gebiete, in denen Netzbauprojekte geplant sind oder bereits laufen. Diese Gebiete im GIS zu speichern hat mehrere Vorteile: Das Management kann sich über Netzbauprojekte informieren und diese im Zusammenhang betrachten. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass die Sperrflächen automatisch in der Bauauskunft genutzt werden. Sie markieren nämlich Gebiete, für die auf Grund der Bautätigkeit gesondert Auskünfte eingeholt werden müssen. Sie können somit in einen automatischen Workflow für externe Auskunftssuchende integriert  werden.

Diese Sperrflächen sind üblicherweise Informationen, die nicht im Rahmen der Dokumentation anfallen, sondern bei der Planung und Initiierung von Bauprojekten erfasst werden. Den hierfür zuständigen Mitarbeitern steht in der Regel weder ein vollwertiger GIS-Arbeitsplatz zur Verfügung noch verfügen sie über das notwendige Know-How, um einen solchen zu bedienen.

Die Lösung:

In mehreren Projekten hat AED-SICAD unter Beweis gestellt, dass sich nicht nur die grafische Erfassung in die SAP-Oberfläche integrieren lässt, sondern auch eine Transaktionssicherung von GIS- und SAP-Daten im Hintergrund möglich ist. Die Schlüsseltechnologien dafür sind der UT Integrator und das SAP Frontend-Integrations-Framework von AED-SICAD. Beide Technologien sind ArcGIS Server basiert und ermöglichen es, eine vollständige Integration der GIS-Welt mit der SAP-Welt auf der Basis der SAP-Oberfläche herzustellen.

Das SAP Frontend-Integrations-Framework

Das auf dem ArcGIS Server JavaScript API (Application Programming Interface) basierende Framework ermöglicht es, Kartendarstellungen und Funktionselemente in die SAP-Oberfläche zu integrieren. Wichtig dabei ist, dass sowohl SAP- als auch GIS-Funktionalitäten in der Oberfläche angesprochen und synchronisiert werden können. So verschwinden Systemgrenzen und können Systembrüche vermieden werden.

Der UT Integrator für die Backend-Integration

Der UT Integrator ist das Herzstück der Datenintegration zwischen GIS und SAP. Auf der Basis standardisierter Protokolle (z.B. iDoc) können Daten im Hintergrund synchronisiert werden. Die Synchronisierung ist transaktionsgesichert. Die Datenübertragung kann überwacht und administriert werden. Damit ist der UT Integrator ein EAI (Enterprise Application Integration) Werkzeug, welches speziell auf die Belange der Handhabung langer (GIS) Transaktionen und kurzer (SAP) Transaktionen ausgerichtet ist.

Nutzen

Mit der Frontend-Integration von GIS in die SAP-Benutzungsoberfläche bei der Pfalzwerke Netz wurde ein wesentlicher Schritt erreicht, um eine leichte und effiziente Bedienbarkeit zweier  kritischer Unternehmensanwendungen zu erzielen.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Projektdaten und Projektflächen können von der gleichen Person erfasst werden. Ein GIS Spezial-Know-How ist dafür nicht erforderlich. Die Daten werden konsistent in der SAP und der GIS Datenbank gespeichert. Fehleingaben werden dabei vermieden. Und schließlich reduzieren sich auch die Erfassungszeiten erheblich.

„Mit der Integration der Sperrflächenerfassung in die SAP-Oberfläche konnten wir den Prozess vereinheitlichen sowie die Akzeptanz von GIS-Funktionalitäten im Unternehmen erheblich steigern“, sagt Dr. Silvia Schukraft, Leiterin des Geografischen Informations-Service bei der Pfalzwerke Netz.

Dass sich diese Art der Implementierung auch auf andere Bereiche ausdehnen lässt, liegt auf der Hand. Dem Effizienzgedanken sind hier (fast) keine Grenzen gesetzt.

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