Aus der Praxis

ArcFM UT bei Mainova erfolgreich eingeführt

ArcFM UT bei Mainova erfolgreich eingeführt

AED-SICAD implementiert modernes Netzinformationssystem

Die Frankfurter Mainova AG hat in Zusammenarbeit mit der Netzdienste Rhein-Main GmbH den Wechsel ihres geografischen  Netzinformationssystems von SICAD/open nach ArcFM UT erfolgreich vollzogen. Nach einer kompletten Neustrukturierung des IT-Projekts zur Migration konnte die Bonner AED-SICAD GmbH die Umstellung der gesamten Altanwendung innerhalb einer dreijährigen Projektlaufzeit in einem hochkomplexen und integrierten Umfeld termingerecht abschließen. 

Mit dem neuen Netzinformationssystem auf Basis der Esri-Technologie verfügt die Mainova über eine Anwendung, die viele Unternehmensprozesse unterstützt. Neben der Planerfassung und Geodatenbereitstellung sind das vor allem Prozessbereiche wie Netzplanung, Netzvertrieb, Vermessung, Liegenschaftsmanagement und Störungsmanagement. Auf den ArcFM UT Plattformen Editor, Asset Manager und Web nutzen mehr als 700 Personen aus 20 verschiedenen Unternehmenseinheiten des Mainova-Konzerns das System.

Bei der Durchführung dieses Vorhabens hat sich wieder einmal bestätigt, dass professionelles Projektmanagement der Schlüssel zum Erfolg bei der Implementierung umfangreicher IT-Systeme ist. Dabei wurden speziell bei der Anforderungserhebung neue Wege beschritten.

Nicht die Vorgabe des Alt-Systems wurde als Maßstab genommen, sondern die Erhebung von Fachaufgaben über alle Organisationseinheiten stellte die Messlatte für den Projektinhalt dar. So konnten in Frankfurt am Main ehemals 900 Funktionspunkte auf gerade einmal 34 Individualfunktionen reduziert werden. Der größte Teil der Anforderungen kann durch die Standardprodukte von AED-SICAD abgedeckt werden.

Eine professionelle Projektorganisation, eine gut funktionierende Qualitätssicherung und ein von Anfang an etabliertes Risikomanagement waren die Basis für die erfolgreiche Durchführung. Die enge Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten und die gleichberechtigt besetzte Projektleitung halfen, in kürzester Zeit Stolpersteine aus dem Weg zu räumen und so keine wertvolle Zeit zu verlieren.

Ein wesentlicher Bestandteil des Projektvorhabens war die Migration der Datenbestände aus dem Altsystem in ArcFM UT Datenbanken. Dazu zählten mehrere Terabyte Rasterdaten sowie etwa 100 Gigabyte an Vektor- und Sachdaten. Hier galt es, die Genauigkeitsanforderungen im Rahmen des Umstiegs vom Gauß-Krüger-Koordinatensystem auf UTM zu erfüllen und die Längen- und Anzahlkriterien vollständig einzuhalten. Neben der Migration der Netzdaten fand auch die Einrichtung der Prozesse zur Übernahme der ALKIS-Daten der Länder Hessen, Bayern sowie der Stadt Frankfurt am Main statt.

Heute kann man das Netzinformationssystem bei der Mainova getrost als das GIS mit einer der höchsten Durchdringung bei einem Netzbetreiber bezeichnen. Die Daten aller Sparten werden digital vorgehalten. Und so gibt es kaum eine Abteilung, die nicht Zugriff über Web- oder Desktop-Produkte auf die vielfältigen Informationsebenen hat. Darüber hinaus wird das Liegenschaftsmanagement und sogar die Befliegung von Gashochdruckleitungen mit dem ArcFM UT Asset Manager unterstützt.

Parallel zum Aufbau des neuen Netzinformationssystems wurde die Internet-Netzauskunft (Bauauskunft) zur rechtssicheren Netzauskunft für Baufirmen, Planungsbüros und für interne Auskünfte aufgebaut und in Betrieb genommen. Mit dem Umstieg auf ArcFM UT wurde ein erhöhter Standardisierungsgrad erreicht. Umfangreiche Systemkopplungen und Datenschnittstellen zu anderen Systemen wie  SAP,  Maximo,  PowerFactory, LuxData und AutoCAD wurden realisiert. „Mit ArcFM UT von AED-SICAD und dem Backend von Esri haben wir eine zukunftsfähige und standardnahe Lösung für das Asset Management des Netzbetreibers in drei Jahren Projektlaufzeit vollständig konzipiert und implementiert. Wir werden diese Lösung nun in der User Community weiter entwickeln und mit einer neuen Instandhaltungssoftware verbinden. Damit sind alle Asset- und Sachdaten neu und übersichtlich strukturiert“, sagt Philipp Lübcke, Bereichsleiter IT der Mainova AG.

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