Aus der Praxis

Elektro Gorenjska setzt auf UT for ArcGIS

Elektro Gorenjska setzt auf UT for ArcGIS

Elektro Gorenjska versorgt fast 90.000 Kunden im Nordwesten Sloweniens auf einem Verteilungsgebiet mit 2.091 km2 mit Strom. Das Unternehmen ist eines der fünf Verteilnetzbetreiber in Slowenien.

Da das derzeitige proprietäre System zur Dokumentation ihrer Anlagen nicht mehr den Geschäfts- und IT-Anforderungen entsprach, beschloss Elektro Gorenjska, ein neues System einzuführen. AED-SICAD-Geschäftspartner GDi Ljubljana erhielt den Zuschlag für die Implementierung eines hochmodernen GIS auf Basis der ArcGIS- und UT for ArcGIS-Plattform mit Schwerpunkt auf der CIM-Interoperabilität.

Während der Migration hat GDi mehrere Datenquellen in das neue System integriert, wobei auch Daten aus der Anlagenverwaltung Microsoft Dynamics integriert wurden. Die Vermessungsteams von Elektro Gorenjska sammeln die Daten, um sie im neuen GIS zu aktualisieren. Diese Daten werden von GIS-Experten in UT for ArcGIS importiert. Dort werden dann die eigentlichen Anlagen mit Hilfe der UT for ArcGIS-Edit-Workflows rekonstruiert.

Ein Kernelement der GIS-Einführung bei Elektro Gorenjska war die Einführung eines CIM-Servicebusses und eines CIM-Repository- und Messaging-Systems gemäß IEC 61968-100. Das neue GIS-System sendet und empfängt Daten in inkrementellen Lieferungen an/vom firmeneigenen CIM-ESB-Dienst. Der ESB-Dienst verteilt dann Meldungen an andere Systeme, z.B. MS Dynamics NAV. Weitere Systeme sollen an denselben ESB angeschlossen werden.

Dieses Konzept hat drei große Vorteile:

  1. Alle Daten, die die Anlagen des Unternehmens beschreiben, werden in einem zentralen CIM-basierten Repository gespeichert.
  2. Bei Ausfall eines IT-Systems ist die Schnittstelle von einem anderen IT-System zu diesem IT-System (kurzfristig) nicht betroffen, da die Daten im zentralen CIM-Repository zwischengespeichert werden.
  3. Alle Schnittstellen beruhen auf Standards.

GDi entwickelte die Push- und Pull-CIM-Schnittstelle für UT for ArcGIS zum CIM-ESB-Dienst mit Unterstützung des Milan Vidmar Electric Power Research Institute in Ljubljana. Mit dieser CIM-basierten Integration werden z.B. Daten zwischen GIS und SCADA ausgetauscht. Zusätzlich wurde Microsoft Dynamics über den CIM-Standard in das GIS integriert.

Als Web-Client implementierte GDi "UT JSC Enterprise and WebGEN" von BARAL Geohaus-Consulting. Neben den typischen Aufgaben der webbasierten und kartenzentrierten Informationsverbreitung aller Anlagen ist eine weitere wichtige Aufgabe des Web-Systems die komplette Verwaltung des Wartungsprozesses, die zuvor in MS Dynamics durchgeführt wurde. Aufgrund der starken Standort-Fokussierung im Wartungsprozess wurde beschlossen, diesen Prozess in das Web-GIS zu implementieren. Darüber hinaus werden auch die ferngesteuerten Schutzeinrichtungen (Relais) über das Web-GIS mit dem Modul WebGEN erfasst.

Für IT-Direktor Matej Pintar besteht der größte Mehrwert des neuen GIS in seiner Offenheit, der zentralen Datenbank (die die einzige Quelle über den Standort der Anlagen darstellt) und den standardisierten, CIM-basierten Schnittstellen zu anderen IT-Systemen.

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